Nahrungsergänzungsmittel

10.10.2012Nahrungsergänzungsmittel liegen im Trend: Verbraucher erwerben sie in Supermärkten, Apotheken und Online-Shops. Nach Aussagen der Anbieter versorgen sie den Körper mit wichtigen Stoffen, stärken die Leistungskraft oder können sogar Krankheiten vorbeugen. Doch sind Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll? Wer braucht sie und wer kann darauf verzichten? Beim 14. BfR-Forum im Oktober 2012 in Berlin-Marienfelde wurden Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere zu deren Sicherheit und zum Konsumverhalten beantwortet und diskutiert. Weitere Schwerpunkte waren gesundheitliche Werbeaussagen und Risiken durch den Internethandel. „Nahrungsergänzungsmittel sind für gesunde Personen, die sich ausgewogen ernähren, in der Regel überflüssig“, sagt BfR-Präsident Dr. Dr. Andreas Hensel.
Nur in bestimmten Fällen ist eine gezielte Ergänzung der Nahrung mit einzelnen Nährstoffen sinnvoll. Ein Beispiel ist Folsäure bei Frauen kurz vor sowie in den ersten Wochen einer Schwangerschaft.
Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte, die aus Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung in konzentrierter Form bestehen. Dies können Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Aminosäuren, aber auch Ballaststoffe oder Pflanzenextrakte sein. Obwohl Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten, Dragees oder Pulver angeboten werden, sind sie Lebensmittel und keine Arzneimittel. Sie sind dazu bestimmt, die normale Ernährung zu ergänzen. Als Lebensmittel müssen sie sicher sein und dürfen in der dargebotenen Form die Gesundheit nicht beeinträchtigen.
Das BfR informierte bei der Veranstaltung über Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere zu deren Sicherheit und zum Konsumverhalten. Weitere Schwerpunkte waren gesundheitliche Werbeaussagen und die Risiken des Internethandels von Nahrungsergänzungsmitteln. Informationen zu Nutzen und Risiko von Nahrungsergänzungsmitteln für verschiedene Verbrauchergruppen und zur zielgruppenorientierten Risikokommunikation haben interessierte Fachkreise und Verbraucher eine differenzierte Sichtweise in Bezug auf Nahrungsergänzungsmittel ermöglicht.
Schwerpunkt des zweiten Tages war das Konsumverhalten und die Verwendungsmotive bei Nahrungsergänzungsmitteln. Verschiedene Interessenvertreter stellten ihre Position zu der Frage dar, ob Nahrungsergänzungsmittel bei der heute üblichen Lebens- und Ernährungsweise einen sinnvollen Beitrag zur Sicherung der körperlichen Leistungsfähigkeit leisten und wie mögliche gesundheitliche Risiken adressatengerecht kommuniziert werden können. Näheres und Ergebnisse www.bfr.bund.de

Über das BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.





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