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05.10.2026

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Beruhigungstipps bei einem Asthmaanfall

Wenn es einmal zu einem Asthmaanfall kommen sollte, ist es besser man hat einige Tätigkeiten für den Notfall verinnerlicht. Deshalb sollte man die Situation ruhig öfter theoretisch üben damit es im Kopf auch im Notfall abrufbar ist und die Panik nicht alles übernimmt.

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Ruhe bewahren ist das Wichtigste – Angst und Panik verstärken die Atemnot und führen zu schneller, oberflächlicher Atmung.
Konkret helfen folgende Schritte:

  • Lippenbremse: Durch die Nase einatmen, dann mit locker aufeinanderliegenden Lippen langsam ausatmen (wie beim Pfeifen). Das hält die Bronchien länger offen und verlangsamt die Atmung.
  • Atemerleichternde Haltung: Kutschersitz (sitzen, Unterarme auf die Knie stützen, Oberkörper leicht nach vorne beugen) oder Torwarthaltung (breitbeinig stehen, in die Knie gehen, Oberkörper nach vorne neigen, Hände auf die Oberschenkel stützen).
  • Bewusst langsam und flach atmen – sich auf die Ausatmung konzentrieren, nicht hecheln.
  • Enge Kleidung lockern, Fenster öffnen für Frischluft.
  • Notfallmedikament (Asthmaspray / Beta-2-Sympathomimetikum) ruhig und planmäßig inhalieren, nicht gehetzt.
  • Keine Beruhigungsmittel einnehmen – sie können den Atemantrieb dämpfen und die Lage verschlechtern.

UNBEDINGT Lieber einmal zu oft als einmal zu wenig
Wenn sich der Anfall nach 10–15 Minuten nicht bessert oder er schwer ist (bläuliche Lippen, Bewusstseinsstörungen), sofort 112 rufen.

Welche Auslöser sollte ich vermeiden?

Die Auslöser (Trigger) sind individuell – ein Asthma-Tagebuch hilft, die eigenen Reize zu identifizieren. Hier die häufigsten Gruppen:

Allergene

  • Pollen – Pollenflugkalender beachten, Fenster in der Hauptsaison geschlossen halten
  • Hausstaubmilben – milbendichte Bettbezüge, Teppiche und Vorhänge aus dem Schlafzimmer entfernen, regelmäßig bei 60 °C waschen
  • Tierhaare/Schuppen – bei bekannter Allergie Haustiere meiden
  • Schimmelpilzsporen – Raumfeuchtigkeit unter 50 % halten, feuchte Wände sanieren

Reizstoffe & Umwelt

  • Tabakrauch (aktiv und passiv) – einer der wichtigsten vermeidbaren Trigger
  • Intensive Düfte: Parfüm, ätherische Öle, duftende Reinigungsmittel, Lufterfrischer
  • Luftverschmutzung: Abgase, Ozon, Feinstaub – Luftgüte-Apps nutzen
  • Kalte, trockene Luft – besonders der Wechsel von warm nach kalt; Schal vor Mund und Nase hilft im Winter

Medikamente

ASS (Aspirin) und andere NSAR (z. B. Ibuprofen) können bei manchen Asthmatikern Anfälle auslösen.
Beta-Blocker (auch in Augentropfen) – immer ärztlich absprechen

Sonstige Trigger

  • Atemwegsinfekte (Schnupfen, Grippe) – Grippe- und Pneumokokken-Impfung sinnvoll
  • Körperliche Anstrengung – warm werden vor Sport, ggf. präventiv Inhalieren
  • Stress & Aufregung – Entspannungstechniken (progressive Muskelentspannung, Yoga, autogenes Training)
  • Nahrungsmittel/Zusatzstoffe (z. B. Sulfite in Wein, Trockenfrüchten) – bei bekannter Allergie meiden

Praktischer Tipp: Wenn ein unvermeidbarer Trigger bevorsteht (z. B. Sport, Kälte), kann das Notfallinhalator 15–20 Minuten vorher präventiv eingesetzt werden – das besprichst du am besten mit deinem Arzt.

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