Q&A Gesichtspflege Teil 2

25.11.2017

Fotolia © Lars Zahner

Wir fahren fort mit Fragen und interssanten Antworten zur Gesichtspflege. 

Was ist der Unterschied zwischen einem Aqua Peeling und einem herkömmlichen Peeling?

Anna Tersteeg, Kosmetologin und Kosmetikerin, Seminarleiterin für die medizinische Hautpflegemarke DERMASENCE (P&M Cosmetics):
„Aqua Peelings gehören zu den Beauty Trends 2017 und haben ihren Ursprung in Asien. Die Kombination aus milden Säuren und feuchtigkeitsspenden Inhaltsstoffen wird als Pflege für zuhause eingesetzt und eignet sich für die normale bis trockene Haut.
Bei herkömmlichen Peelings muss zwischen mechanischen, chemischen und biologischen (enzymatischen) Peelings unterschieden werden. Mechanische Peelings tragen mit Hilfe von Peeling-Körnchen abgestorbene Hornschüppchen auf der Hautoberfläche ab, biologische oder enzymatische Peelings spalten den Zellzusammenhalt und haben so eine oberflächlich peelende Wirkung ohne mechanischen Reiz. Chemische Peelings enthalten Fruchtsäuren wie beispielsweise die Glycolsäure, die nicht nur eine schälende, sondern eine regenerierende, aktivierende und barrierestärkende Wirkung hat. Gerade Fruchtsäuren werden daher für unterschiedliche Hautbedürfnisse eingesetzt und eignen sich sowohl für die Homecare als auch für die professionelle Anwendung.“

Jasmin Wienhusen, Beauty-Profi & Leiterin der High Care Academy:
„Aqua Peelings haben einen doppelten Effekt: Die Peeling-Creme entfernt sanft abgestorbene Hautschüppchen und spendet gleichzeitig Feuchtigkeit. Die Peelings enthalten meist eine Mischung aus Milchsäure und Glykosesäure (für den Peeling-Effekt) sowie Extrakte aus fünf Pflanzenstoffen und Meerwasser (für die Feuchtigkeitspflege). So können entweder gezielt trockene, raue Stellen im Gesicht behandelt oder, wenn gewollt, das ganze Gesicht damit eingecremt werden.“

Was unterscheidet Naturkosmetik von herkömmlicher Kosmetik grundsätzlich voneinander?

Sabine Kästner, Naturkosmetik-Expertin, Unternehmenssprecherin Laverana, Chairperson der Communicatin Working Group von NATRUE:
„Der Name verrät es bereits: Naturkosmetik verwendet für Pflegeformeln natürliche Inhaltsstoffe und ist durch eine Zertifizierung wie zum Beispiel die von NATRUE für den Verbraucher gut erkennbar. Silikone, Paraffine, Phatalate, Mikroplastik, Parabene, synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sind zum Beispiel nicht erlaubt. Die natürliche Schönheitspflege erzielt die Wirkeffekte mit natürlichen Inhaltsstoffen, die größtenteils aus dem Bio-Anbau stammen: Also Pflanzenfetten, Feuchtigkeitsspendern, Pflanzenextrakten. Es kommen Naturfarben und natürliche Aromen zum Einsatz oder auch milde Tenside auf Kokosöl- und Zuckerbasis.“

Silva Imken, Leiterin Unternehmenskommunikation Head of Corporate Communication, Börlind GmbH:
„Im Prinzip liegt der Unterschied darin, dass sich Naturkosmetik ausschließlich haut- und umweltfreundlicher Rohstoffe bedient und auf synthetische Zusätze verzichtet. So ist Naturkosmetik – im Gegensatz zur konventionellen Kosmetik – beispielsweise frei von Silikonen, Erdölderivaten oder synthetischen Duftstoffen. Wo die konventionelle Kosmetik eine synthetische Grundlage aus Silikonen, PEGs mit einigen natürlichem Wirkstoffen enthält, bevorzugt die Naturkosmetik eine Grundlage aus natürlichen Ölen und naturnahen Derivaten, die die Haut gut erkennen kann. So enthalten z. B. Öle Fettsäuren, die auch in der Haut vorhanden sind. Diese Fettsäuren stärken die Hautbarriere und befeuchten eine trockene Haut wieder. Silikonöle sind zwar gut verträglich, nur wirken die nicht auf der Haut.“

Birgit Huber, Leiterin des Bereiches Schönheitspflege und stellvertretende Geschäftsführerin IKW:
„Im Unterschied zu herkömmlicher Kosmetik basiert Naturkosmetik auf Stoffmischungen, die überwiegend aus weiterverarbeiteten Naturstoffen bestehen. Diese Stoffe können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Für die Gewinnung und Weiterverarbeitung sind jedoch nur bestimmte physikalische Verfahren, wie z. B. Trocknen oder Pressen, erlaubt. Einschränkungen gibt es bei dem Einsatz von bestimmten Wirkstoffen, wie sie z. B. in Antitranspirantien, Sonnenschutzmitteln oder Haarfarben verwendet werden. Die Produktpalette ist in diesen Bereichen der Naturkosmetik daher häufig kleiner als bei herkömmlicher Kosmetik.“

Auf welches Produkt können Frauen nicht verzichten?

Catherine Frimmel, Geschäftsführende Gesellschafterin, Catherine Nail Collection GmbH:
„Nagellacke sind das Must-have für alle Frauen. Ob im Winter eher schlichte und dunkle Töne oder Frühling/Sommer knallige Farben. In jedem Kosmetikschrank und jeder Kosmetiktasche findet sich mindestens ein Lack pro Farbnuance. In Kombination mit einem pflegenden Unterlack und Top Coat, der für schöne Effekte sorgt, ist dieses Trio unschlagbar für zuhause oder einen schnellen Farbwechsel zwischendurch.“

Meike Wunderlich, Produktmanagerin/Produktentwicklung, Beauty Hills Cosmetics GmbH:
„Feuchtigkeit ist das A und O der Hautpflege – wer die Haut nicht mit Feuchtigkeit versorgt, sieht schnell müde, fahl und welk aus. Durch intensive Feuchtigkeitszufuhr morgens und abends wirkt jede Haut prall, frisch, vital und glatt. Welche Frau möchte das nicht? Der Hydra Gel Komplex von Beauty Hills auf Basis von Aloe Vera und Hyaluronsäure in Kombination mit Plankton ist dafür bestens geeignet.“

Wie kann man gerötete Haut am besten beruhigen?

Catherine Frimmel, Geschäftsführende Gesellschafterin, Catherine Nail Collection GmbH:
„Um herauszufinden, warum die Haut irritiert und gereizt ist, empfiehlt es sich, mit dem Hautarzt oder einer professionellen Kosmetikerin zu sprechen, die sich mit den Gegebenheiten der Haut tagtäglich auseinandersetzen. So kann individuell geprüft werden, was die Haut benötigt und welche Pflege perfekt zu ihr passt.“

Marianne Nick, Customer Manager Beauty PRIMAVERA life:
„Erst einmal steht die Frage im Raum woher die Rötungen kommen. Ich empfehle sanfte Pflegeprodukte bei geröteter Haut. Eine milde Reinigung mit keinen oder natürlichen Zuckertensiden. Ein Gesichtswasser, um den PH-Wert der Haut schnell wieder zu regulieren und Rötungen zu lindern, beispielsweise mit Tigergrassextrakt. Ein Serum mit Pflanzenhyaluron, um der Haut viel Feuchtigkeit zu geben. Und eine Pflegecreme, die den Hautschutzmantel in Lot bringt und beruhigt.“

Heidi Waldorf, Dermatologin für kosmetische- und Laserbehandlungen:
„Das hängt ganz davon ab, aus welchem Grund die Haut gerötet ist. Normalerweise ist es jedoch immer gut, mit einer sehr milden Tagescreme zu beginnen und auf Inhaltsstoffe mit Peeling-Wirkung oder hautreizenden Eigenschaften, wie Retinoide oder Säuren, zu verzichten. Besser ist eine Creme oder ein Balsam mit feuchtigkeitsspendenden und „verschließenden“ Inhaltsstoffe wie Glycerin, Petrolatum und Dimethicone. Andere hautberuhigende Inhaltsstoffe sind Mutterkraut (in verarbeiteter Form), Kamille, Aloe, Nicotinsäureamid und Soja. Auch kalte Umschläge sind wohltuend, danach muss die Haut jedoch genug Feuchtigkeit bekommen.“

Dr. Leslie Baumann, Professorin für Dermatologie:
„Man sollte nie etwas tun, was das Problem verschlimmern könnte – z.B. sollten Peeling-Produkte, elektrische Hautreinigungsbürsten und/oder Produkte mit Inhaltsstoffe wie Vitamin C oder Glykolsäure, die einen niedrigen pH-Wert hat, vermieden werden.
Empfindliche Haut erfordert eine sanfte Behandlung. Zum Glück gibt es hierfür viele Produkte. Achten Sie dabei auf Produkte mit hautberuhigenden Inhaltstoffen wie Mutterkraut, Traubenkernöl-Extrakt, Arganöl, grüner Tee und Resveratrol.“

Dr. Deirdre O’Boyle Hooper, Kosmetische Dermatologie und Laserbehandlungen:
„Es gibt inzwischen gute neue Produkte, z.B. mit Nicotinamid, die gerötete Haut beruhigen und die Blutgefäße verengen.“

Margina Dennis, Make-up Artist:
„Gerötete Haut kann viele Ursachen haben: Rosazea, Akne, kaputte Haargefäße, Ekzeme, Allergien oder Sonnenbrand. Scharfes Essen, starker Wind, starke Hitze oder Allergene können dafür sorgen, dass sich der Zustand noch verschlimmert, deshalb sollte all dies vermieden werden. Masken aus Aloe, Joghurt oder Haferbrei eignen sich, um irritierte oder entzündete Haut wieder zu beruhigen. Um die Rötungen optisch zu kaschieren, können Foundation mit Gelbstich und Concealer verwendet werden."schon weil eine Wirksamkeit oftmals erst nach 28 Tagen zu erkennen ist.“

Quelle: beautypress





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