Hautkrankheiten und Haarausfall
Was man über Behandlungsoptionen wissen sollte.
Fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in Europa leidet an mindestens einer Hautkrankheit. Das zeigt eine großangelegte Studie mit dem Namen „Burden of Skin Disease“ der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV). Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass circa 43–47,9 % betroffen sind. In Europa entspricht das einer Zahl von rund 185 Millionen Menschen. Es gibt heutzutage eine Menge von Behandlungsoptionen für die verschiedenen Probleme.
Topische Behandlungen
Unter einer topischen Behandlung versteht man eine medikamentöse Behandlung, bei der Salben, Cremes und Lotionen direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen werden und lokal wirken. Durch die gezielte lokale Beschränkung der Wirkung wird der restliche Organismus geschont, was das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen reduziert.
Das gilt übrigens nicht nur bei Hautkrankheiten, sondern auch bei anderen Beschwerden wie Haarausfall. Solche das Aussehen betreffenden, schambehafteten Krankheiten erfordern mittlerweile nicht mehr unbedingt den Gang zum Hausarzt oder Tipps der lokalen Apotheke. In den Weiten des Internets findet sich zum Beispiel mit dem Apomeds Gesundheitsportal in Deutschland ein diskretes Angebot. Dort wird unter qualifizierter ärztlicher Konsultation eine Behandlung ausgewählt. Ein entsprechendes E-Rezept einer solchen Plattform wird durch eine Partnerapotheke meistens in nicht mehr als 1 bis 2 Tagen per Lieferung an die Haustür ausgefolgt.
Beim Haarausfall spielt ein topischer Ansatz beispielsweise bei der Behandlung von Geheimratsecken eine Rolle. Zu beachten ist aber, dass laut HautinForm Haarausfall auch bei Frauen durch androgenetische Alopezie ausgelöst werden kann, wobei die Ausdünnung hier im Bereich des Mittelscheitels startet. Die Ursache dafür ist in einer genetischen Übersensitivität der Follikel auf das Hormon 5alpha-Dihydrotestosteron veranlagt.
Wir möchten an dieser Stelle einmal drei der gängigen topischen Behandlungsansätze vorstellen:
Kortikosteroide
Sie haben eine stark entzündungshemmende Wirkung und lindern akuten Juckreiz.
Calcineurin-Inhibitoren
Hierbei handelt es sich um eine kortisonfreie Alternative, welche häufig an empfindlicheren Stellen wie dem Gesicht eingesetzt wird.
Retinoide und Keratolytika
Helfen bei der Erneuerung der Hautzellen und kommen häufig bei Akne oder Schuppenflechte zum Einsatz.
Systemische Therapien
Bei manchen Krankheitsbildern reicht eine lokale Therapie nicht mehr aus. Sind sehr große Hautflächen betroffen, wird zu den sogenannten systemischen Medikamenten gegriffen. Diese kommen in Form von Tabletten oder Injektionen, verteilen sich über den Blutkreislauf im ganzen Körper und greifen so im gesamten Körper gezielt in die zugrundeliegenden Immun- oder Entzündungsprozesse ein. Beispiele für systemische Therapien sind:
Moderne Abwehrblocker
Diese hochmodernen Wirkstoffe agieren besonders gezielt. Sie dämpfen nicht die gesamte Immunabwehr, sondern schalten nur diejenigen Botenstoffe ab, die für den Ausschlag oder Juckreiz verantwortlich sind.
Hauterneuerer
Diese Vitamin-A-Mittel existieren häufig als Tabletten und drosseln die Talgproduktion erheblich. Damit wird erreicht, dass sich die Haut geordnet erneuern kann, was beispielsweise bei narbenbildender Akne helfen kann. Bleibende Spuren werden nämlich in der Auswertung von Umfragen unter Betroffenen von Akne im Rahmen von ALL PROJECT von 69,8 % bejaht.
Entzündungshemmer
Um akute Symptomschübe zu stoppen und der Haut Zeit zu geben, sich wieder zu beruhigen, werden Entzündungshemmer eingesetzt. Häufig in Form von Kortisontabletten.
Mit individueller Anpassung zum Erfolg
Die richtige Hautpflege ist essenziell, um Hautkrankheiten zu mildern oder sogar vorzubeugen. Zentral ist dabei die konsequente Rückfettung der Hautbarriere. Nicht nur zur Vorbeugung, sondern auch innerhalb vieler Behandlungsansätze können Beschwerdeintervalle so hinausgezögert werden. Wichtig: Für eine optimale Therapie empfiehlt sich stets eine dermatologische Untersuchung, um genaue Ursachen abzuklären und individuelle Nebenwirkungen zu minimieren.
Vorsorge ist essentiell. Das betrifft nicht nur Patienten, die anfällig für Hautkrankheiten sind. Um seine Hautgesundheit zu erhalten, sollte jeder auf grundlegende Dinge achten. Dazu gehören die tägliche Reinigung der Haut, eine ausreichende Feuchtigkeitsversorgung und nach den Erläuterungen des Bundesamts für Strahlenschutz UV-Schutz adäquater Natur, um gegen Sonnenbrand oder Sonnenallergie-Symptome gewappnet zu sein. Das Hautkrebsrisiko erhöht sich durch regelmäßige Sonnenbrände in jungen Jahren später um den zwei- bis dreifachen Faktor.
Bei Feuchtigkeits- und Sonnencremes sollte übrigens unbedingt auf die Qualität der Produkte geachtet werden. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Minderwertige Produkte können Hautreizungen mitunter noch begünstigen.







