layout img
layout img

Außenseitermethoden

23.04.2008Je komplizierter die Erkrankung, je schwieriger die Behandlung durch die Schulmedizin, desto phantasievoller die alternativen Behandler und Scharlatane.
Hier ein paar Entscheidungshilfen, sich die Sache zweimal zu überlegen:

Verdacht auf Scharlatanerie beziehungsweise Quacksalberei wird umso wahrscheinlicher, je mehr der folgenden Beschreibungen zutreffen.
Die Methode beziehungsweise ein Produkt

• wird durch Hinweis auf exotische Herkunft (Regenwald, Himalaya und andere)
interessant gemacht,

• soll durch umfangreiche Erfahrungen "untermauert" sein, ohne dass nachvollziehbare
Daten aus kontrollierten klinischen Studien zugänglich gemacht werden,

• soll gegen eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen, die nichts miteinander zu
tun haben, universell wirksam sein,

• soll regelmäßig zum Erfolg führen, wobei Misserfolge der Schulmedizin angelastet
werden,

• ist an einzelne Personen beziehungsweise Institutionen gebunden, die die Therapie
entwickelt haben und daran verdienen (extrem hohe Preise),

• soll keine Nebenwirkungen haben oder die Nebenwirkung von Verfahren der
Schulmedizin reduzieren oder aufheben,

• ist kompliziert (strenge Diätvorschriften, komplizierte Anwendungsrichtlinien
und anderes), sodass Misserfolge auf Anwendungsfehler zurückgeführt werden,

• soll schon seit Jahren/Jahrzehnten verwendet werden, ohne offiziell anerkannt
zu sein,

• ist den Behauptungen zufolge so gut, dass unverständlich bleibt, warum keine
Zulassung als Arzneimittel existiert.

Quelle: arznei-telegramm 10-2003


Viel Geld gibt man bei Behandlungsmethoden aus, die nicht ausreichend nachgewiesene Erfolge vorweisen können:
Von der Bioresonanztherapie bis zur Wünschelrute wird alles angeboten, was die Phantasie hergibt.

TIPP
Der Mitgliedsbeitrag im Deutschen Neurodermitis Bund e.V. kostet nur einen Bruchteil des Geldes, welches Sie für eine allgemein nicht anerkannte Behandlung umsonst ausgeben.




Seite weiterempfehlen