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Interleukin-17

17.05.2017

Fotolia  ibreakstockInterleukin-17 ist der Name eines Zytokins, also eines Peptid-Botenstoffes. Zellen im Immunsystem bilden beispielsweise Zytokine. Zytokine stellen einen bedeutsamen Faktor in der Entstehungsgeschichte von Autoimmunerkrankungen und Hauterkrankungen dar.

In der Therapie der Schuppenflechte werden bereits Medikamente erfolgsversprechend eingesetzt, um Zytokine in ihrer pathologischen bzw. entzündlichen Wirkung auszubremsen.

In der Therapie der Vitiligo liegen bisher keine entsprechenden Behandlungserfolge vor. Man vermutet, dass man zwischen entzündlichen Prozessen und Depigmentierungsprozessen in der Haut unterscheiden muss.

In ihrer Studie aus dem Jahr 2011 berichten Bassiouny und Shaker von 30 Patienten, die an Vitiligo vulgaris erkrankt waren. Im Vergleich zu gesunden Probanden stellten sie im Blut der Vitiligo-Betroffenen überzufällig, d.h. signifikant, erhöhte Werte von Interleukin-17 fest. Sie stellten außerdem einen positiven Zusammenhang (eine Korrelation) zwischen der Dauer der Erkrankung und der Höhe des Zytokin-Wertes fest. Ebenfalls fand man einen positiven Zusammenhang zwischen dem Grad der Ausprägung der Erkrankung und der Höhe des Serumspiegels von Interleukin-17.
Man untersuchte auch die betroffenen Probanden und die gesunden Probanden in Bezug auf das Vorliegen von Autoimmunerkrankungen. Auch dabei wurden signifikante Unterschiede deutlich.

Schlussfolgerung:
Betroffene von Vitiligo vulgaris weisen in der Studie im Vergleich zu den gesunden Probanden der Studie einen höheren Interleukin-17-Wert auf. Dieser Befund stützt die Annahme, dass bei Vitiligo auch Autoimmun-Prozesse eine Rolle spielen. Die Höhe des Interleukin-17-Wertes könnte als Maß für den Aktivitätsgrad der Erkrankung herangezogen werden. Dies muss aber auch im Zusammenhang mit bereits vorliegenden Autoimmunkrankheiten der Vitiligo-Betroffenen analysiert werden.

Quelle: Deutscher Vitiligo Verein (DVV)





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