10.10.2017

Welt-Psoriasistag

Fotolia Julien EichingerAm 29.10.2017 findet der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützte Welt-Psoriasistag statt.

Bei dem globalen Aktionstag setzen sich Patienten-Selbsthilfegruppen und Ärzte dafür ein, die Situation von Schuppenflechte-Betroffenen zu verbessern.

Allein in Deutschland leiden 2-3 Millionen Menschen unter der – nicht ansteckenden – Volkskrankheit Schuppenflechte, wie Psoriasis landläufig genannt wird.
Sie leiden zum einen körperlich, unter roten, verdickten und schuppenden Hautstellen, die häufig stark schmerzen und jucken.
Hinzu kommt zudem seelisches Leiden, insbesondere durch Stigmatisierung und Diskriminierung im Alltag.

Ein Beispiel dafür ist die Geschichte von Wolfgang Fischer, 57, Sachverständiger für Kälte- und Klimatechnik aus Offenbach. Er berichtet, wie er von seinem langjährigen Fitnessstudio fristlos gekündigt wurde, weil mehrere Mitglieder offenbar aufgrund von Angst oder Ekel gegenüber seiner Schuppenflechte damit drohten, ihre Verträge zu kündigen, wenn ihm nicht gekündigt werde – kurz bevor durch ein neues Medikament alle sichtbaren Symptome bei ihm verschwanden.

Neben einer Verbesserung der Behandlung, zum Beispiel durch eine ganz neue Generation von Medikamenten, setzt sich der Welt-Psoriasistag unter dem Motto „Haut bekennen“ auch dafür ein, Stigmatisierung und Ausgrenzung der zahlreichen Betroffenen abzubauen.

Rund um den 29. Oktober 2017 finden in ganz Deutschland zahlreiche Aktionen und Aufklärungsveranstaltungen statt, z. B. wird es am 26. Oktober im Hamburger Hafenklub eine Pressekonferenz zum Welt-Psoriasistag geben.

Auch die Kampagne „Bitte berühren“ der Berufsverbands der Deutschen Dermatologen (BVDD) engagiert sich und bietet auf der eigenen Website www.bitteberuehren.de neben zahlreichen Informationen für Betroffene, Angehörige und Interessierte u.a. ein Experten-Tool zur Dermatologen-Suche.

Näheres auch über die Website vom Deutschen Psoriasis Bund e.V.


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