22.09.2010

Tattoo-Entfernung

In Deutschland hat sich ungefähr jeder vierte Erwachsene im Laufe seines Lebens für ein Tattoo entschieden. Doch nicht selten wird ein Tattoo zur unliebsamen Erinnerung an eine Jugendsünde oder verflossene Liebe. Sogar im Berufsleben kann das Tattoo an offensichtlichen Stellen ein Problem darstellen. Dies zu entfernen, war bis vor wenigen Jahren nur über Hauttransplantation möglich. Mittlerweile hat sich das Hautlasern als gängigste Methode etabliert.
Hautlasern muss man sich wie folgt vorstellen: Gepulstes Laserlicht dringt in die tiefer gelegenen Hautschichten ein und wird hier von den Farbpigmenten absorbiert. Die Lichtwellen erhitzen die getroffen Farbpigmente, die daraufhin diese in viele kleine Partikel zerplatzen. Die umliegenden Hautschichten reagieren auf diese Lichtwellen nicht und bleibt daher „unverletzt“. Als Fremdkörper werden die zerstörten Farbteilchen von körpereigenen Abwehrzellen (Makrophagen) erfasst und in den folgenden Tagen über das Lymphsystem unbemerkt und gefahrlos abtransportiert. Die Belastung der Lymphe erfordert eine hohe Flüssigkeitszufuhr (Wasser) und eine Behandlungspause zwischen zwei Anwendungen von mindestens 2-3 Wochen. Auch sollte das Behandlungsareal eine gewisse Größe nicht überschreiten.

Zwei Lasertypen sind vorrangig im Einsatz: Der Rubinlaser und der Neodym(ND)-YAG-Laser. Sie unterscheiden sich durch ihre Wellenlängen. Das Licht bzw. die möglichen Wellenlängen des Rubinlasers lassen nur die Entfernung von dunklen Farbpigmenten zu. Die neue Generation der ND-YAG-Laser entfernt dagegen neben den dunklen Pigmenten auch farbige Tätowierungen.
Im Zuge der Entwicklung gehören die bisherigen Risiken einer Narbenbildung, Ekzeme und anderer Hautreizungen der Vergangenheit an. Durch die genaue Anpeilung der Farbpigmente und den zielgerichteten Einsatz der Laserstrahlen wird die Behandlung hinsichtlich des Schmerzempfindens selbst für schmerzempfindliche Menschen zu einer gut erträglichen Behandlung.

Bis zur vollständigen Entfernung einer Tätowierung bedarf es immer mehrerer Sitzungen. Bei Laientätowierung sind es meist nur 2 bis 4, war ein professioneller Tätowierer am Werk, kann es manchmal bis zu 10 Sitzungen dauern. Die Anzahl und Dauer der Behandlung ist u.a. abhängig von der Größe des Tattoos, der Tiefe, der Farbe, der Stärke des Immunsystems, der Qualität der Tätowierung und dem verwendeten Laser. Nach der kompletten Entfernung des Tattoos kann, wenn es denn gewünscht ist, nach einer Erholungspause für die Haut, an gleicher Stelle eines neues Tattoo entstehen oder im alten der Name des neuen Lebenspartners „verewigt“ werden.
Quelle: www.gesundundfit-guetersloh.de

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