13.11.2011

Schrumpfkur der Krankenkassen

Umwälzungen in der Finanzierung des Gesundheitswesens haben die Zahl von einstmals über 1800 gesetzlichen Krankenkassen bis Mitte 2011 auf 154 schrumpfen lassen. "In fünf Jahren wird es nur noch 100 geben", vermutet der Gesundheitsökonom Professor Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen in der "Apotheken Umschau". Die Schrumpfkur war politisch gewollt. Weniger Kassen verschlingen weniger Verwaltungskosten und große Kassen sind stärkere Verhandlungspartner gegenüber den Anbietern von Gesundheitsleistungen, wie den Ärzten und der Pharmaindustrie. Der gewünschte Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenversicherern kommt nur zäh in Gang, denn fast 95 Prozent der Leistungen sind gesetzlich vorgeschrieben. Bei den restlichen fünf Prozent können sie ein Angebot schnüren, das sie von anderen Kassen unterscheidet. Nach Wasems Vermutung wird den Konkurrenzkampf ein gutes Drittel der übriggebliebenen Kassen wohl nicht bestehen.

Quelle: "Apotheken Umschau" 11/2011 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

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