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04.02.2012

Neurodermitis bei Kindern

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Wenn Kinder von Neurodermitis betroffen sind, stellt dies häufig eine große Belastung fu?r die Eltern und die ganze Familie dar. Bei Eltern, die den oft immensen Leidensdruck der Kinder erleben, stellt sich oft ein Gefu?hl der Hilflosigkeit ein. Hier kann der Arzt wertvolle Hilfestellungen geben.

Allgemeine Empfehlungen fu?r die Eltern:

• Lenken Sie Ihren Sprössling durch Spielangebote ab.
• Wenden Sie Entspannungstechniken an, z.B. autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung.
• Der Juckreiz verstärkt sich, wenn Kinder mu?de werden. Eine spannende Geschichte vor dem Einschlafen lenkt ab.
• Halten Sie das Kinderzimmer relativ ku?hl.
• Benutzen Sie als Nachtwäsche angenehme, luftige Kleidung.
• Fu?r kleinere Kinder stehen Overalls mit integrierten Fäustlingen sowie Extra-Handschuhe in allen Größen zur Verfu?gung.
• Bei Allergie gegen Hausstaubmilben sollte spezielle Bettwäsche verwendet werden.
• Größeren Kindern kann man beibringen, sich nachts selbst einzucremen. Stellen Sie Tiegel oder Tube in Reichweite.
 
Obacht geben, wenn es sich um scheuerndes Kratzen handelt. Erstens  
wird dadurch die Haut in Mitleidenschaft gezogen und Entzu?ndungen  ausgelöst, zweitens fördert Scheuern die Produktion von juckreizauslösenden Stoffen. In diesen Fällen muss das Kind schnell
abgelenkt und die betroffenen Hautpartien eingecremt werden. Auch ku?hle Umschläge mit juckreizdämpfenden Zusätzen sowie Kälteanwendungen sind sinnvoll. Ist Ihr Kind sehr unruhig und „hibbelig“, kann eine so genannte Hyperaktivität vorliegen. Dann sollte man
sich an einen Kindertherapeuten wenden. Dieser Diagnose kann – in seltenen Fällen – auch eine Nahrungsmittelallergie zugrunde liegen.


Behandeln Sie Ihr Kind so normal wie möglich.


Damit tun Sie ihm eigentlich den größten Gefallen – und auch Ihrer Familie. Denn wenn Geschwister vorhanden sind, sollten sich diese nicht vernachlässigt fu?hlen.
Konventionelle Therapie

Als Standardbehandlung von Neurodermitis gilt die Hautpflege mit Emollientien (feuchtigkeitsspendende Cremes und Salben) und der gezielte Einsatz von lokal angewandtem Kortison, um die Entzu?ndung zu unterdru?cken. Zu den weniger verbreiteten Behandlungen zählen Teerpräparate – ihre Anwendung ist wegen der damit verbundenen
Verschmutzung stark zuru?ckgegangen – und die Phototherapie. In bestimmten Fällen werden ferner Antihistaminika und Antibiotika verschrieben, um den Juckreiz zu lindern bzw. eine Infektion zu behandeln.


Neuere Methoden

Mit einer kortisonfreien Creme (handelsname ELIDEL®) steht seit ein
Arzneimittel zur Verfu?gung, welches schnell gegen Juckreiz und Ekzem wirkt und erstmals die Anzahl neuer Ekzemschu?be deutlich reduzieren kann. In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass bei u?ber 60 % der behandelten Kinder u?ber einen Zeitraum von 6 Monaten keine neuen Ekzemschu?be auftraten. Dieser Effekt ließ sich auch fu?r Erwachsene
(50 %) und sogar fu?r Kleinkinder (70 %) nachweisen. Das Medikament ist zur Behandlung akuter Entzu?ndungsreaktionen geeignet und besitzt eine sehr gute Verträglichkeit. Es gibt keinerlei Einschränkungen bezu?glich der Behandlungsdauer, der maximal zu behandelnden Körperoberfläche oder der applizierten Menge, da der Wirkstoff
nicht oder nur in äußerst geringen Mengen in den Körperkreislauf gelangt, sondern in der Haut verbleibt. Die Creme kann problemlos im Gesicht, am Hals und in anderen empfindlichen Bereichen angewendet werden. In klinischen Studien ließ sich schon innerhalb einer Woche eine signifikante Besserung des Krankheitsbildes nachweisen. Eine
Verdu?nnung der Haut, wie sie unter Kortisonpräparaten auftreten kann, bleibt aus. Bei Anwendung der Creme sollte einen dauerhafte UV-Belastung vermieden werden.


Praktische Alltagstipps - Unterstu?tzung fu?r die Haut

Ernährung

Auch die Haut schätzt gutes Essen.
Zahlreiche Neurodermitiker leiden unter einer Nahrungsmittelallergie. Eine generelle Neurodermitisdiät, auf die man sich 100% verlassen könnte, existiert jedoch leider nicht, da jeder Patient auf andere Nahrungsmittel allergisch reagieren kann. Dennoch sind Experten
davon u?berzeugt, dass bestimmte Nahrungsmittel bei einigen Patienten die Krankheitssymptome verschlimmern können. Das soll aber nicht heißen, dass alle diese z.T. wichtigen Nahrungsmittel abgesetzt werden sollten. Ausprobieren, was bekommt und was nicht. Evtl. wenden sich die Eltern an Oecotrophologen.

Diese Nahrungs- bzw. Genussmittel verursachen häufig Unverträglichkeiten:

• Eier, Milchprodukte, Fisch, Nu?sse
• Obstsorten wie Zitrusfru?chte, Erdbeeren, Pfirsiche, Kiwis, Äpfel
• Gemu?sesorten wie Sellerie, Erbsen, Linsen und Möhren
• saure oder scharfe Lebensmittel wie Gurken, Meerrettich, Curry,
  Cayenne-Pfeffer, Paprika und Essig
• Lebensmittelfarbstoffe,  Konservierungsmittel und Su?ßstoffe
• Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee bewirken eine Gefäßerweiterung
  und fu?hren somit zu vermehrtem Juckreiz.

Eine ausreichende Flu?ssigkeitszufuhr ist dennoch sehr wichtig, da bei Neurodermitis die Schweißabgabe meistens gestört ist. Zu empfehlen sind daher nicht aromatisierter Tee sowie natriumarmes, kalziumreiches Mineralwasser.


Hautpflege

Auch die will gelernt sein.
Die tägliche Hautreinigung sollte auf keinen Fall u?bertrieben werden, um die natu?rliche Schutzfunktion der Haut nicht zu beeinträchtigen.
Zu empfehlen sind:
• seifenfreie Hautreinigungsmittel/alkalische Seifen (trocknen die Haut
  weniger aus)
• empfohlener pH-Wert von Wasch- und Pflegemitteln 5,5 (entspricht
  dem natu?rlichen pH-Wert der Haut)
 
Vermieden werden sollte:
• zu heißes sowie chlorhaltiges Wasser
Nach dem Waschen/Duschen sollte die Haut vorsichtig abgetupft werden. Das erneute Eincremen mit fetthaltigen Cremes oder Salben wird empfohlen.


Kleidung. Weich und locker.

Auch die Wahl der Kleidung sollte bei der Prophylaxe von Neurodermitis nicht außer Acht gelassen werden: Raue, scheuernde Kleidungsstu?cke können Juckreiz auslösen bzw. auf der Haut reiben und somit Hautentzu?ndungen fördern. Zudem sollte die Art der Kleidung auf
jeden Fall an die Umgebungstemperaturen angepasst sein: Das Tragen zu warmer Kleidung, z. B. aus Wolle, verschlechtert in Folge von Hitzestaus und einer vermehrten Schweißabgabe deutlich den Zustand der Neurodermitishaut. Nach Möglichkeit sollten Sie außerdem Kleidung aus kochfesten, ungefärbten Naturfasern verwenden. Diese sind
hautverträglicher als beispielsweise synthetische Fasern. Ähnliches gilt u?brigens auch in Bezug auf die Bettwäsche.


Kann ein Haustier meinem Kind schaden?

Ja, das Risiko, eine Allergie gegen Tierhaare zu entwickeln, ist leider groß. Also sollte man besser auf Kuscheltiere wie Meerschweinchen oder Kaninchen verzichten. Aber es gibt Alternativen:
Unbedenklich sind Tiere wie Fische und Schildkröten – und wenn es sogar Schlangen sind: viel cooler. Bei Fischen muss allerdings beim Kontakt mit dem Futter aufgepasst werden. Hier droht Allergiegefahr.

Achten Sie auf die Hautreaktionen Ihres Kindes und fragen Sie im konkreten Zweifelsfall den Hautarzt.

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