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Allergische Reaktion bei OP?

27.04.2020

istock MotortionVor allzu großer Sorglosigkeit nach einer allergischen Reaktion auf Narkosemittel bei einer Operation warnt Dr. med. Julia Elisabeth Pickert, Sektionssprecherin der DGAKI-Junior Members.
Fast alles, was bei einer Operation zum Einsatz kommt, kann eine allergische Reaktion auslösen. Häufige Auslöser sind Muskelrelaxantien (zur notwendigen Entspannung der Muskulatur), Antibiotika und Latex (Naturgummi). Kommt es während einer Narkose zur allergischen Reaktion, wird diese zwar sofort behandelt und auch im OP-Protokoll dokumentiert. Jedoch versäumen es die Patienten häufig nach der OP ein Allergiezentrum aufzusuchen, um den Auslöser zu finden. „Für eine zukünftige Operation stellt das eine große Gefahr dar", so Dr. Pickert, "denn bei wiederholter Gabe des Auslösers oder eines ähnlichen Medikaments kann es zu einer erneuten, vielleicht schwereren allergischen Reaktion kommen. Aus diesem Grund sollten alle allergischen Reaktionen im Rahmen einer Narkose sorgfältig in einem allergologischen Zentrum abgeklärt werden. So wird das Risiko erneuter Anaphylaxien bei Folgeeingriffen minimiert."
Es gibt zudem Faktoren, die das Risiko für allergische Reaktionen bei OPs erhöhen. Gefährdet sind Allergiker besonders dann, wenn eine Allergie auf Naturlatex besteht. „Patienten mit einer Latexallergie vertragen häufig keine Avocados, Bananen oder Kiwis", erklärt Dr. Pickert, „haben die Patienten beim Verzehr von Südfrüchten allergische Beschwerden an sich beobachtet, sollten sie das beim Vorgespräch zu einer Operation unbedingt angeben".

Quelle: DGAKI





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