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26.07.2022

Gut durch den Sommer mit Neurodermitis: So wird richtig gepflegt

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Sommer, Wärme und Sonnenschein – Neurodermitisbetroffene können die warmen Tage nicht immer ungetrübt genießen. Pollenflug und zunehmende UV-B-Strahlung erschweren ihnen das Leben, denn sie sind für juckende Stellen und Pusteln verantwortlich. Gerade dann benötigt die Haut eine besonders intensive Pflege.

So übersteht die gestresste Haut den Sommer besser

Die Sommermonate sind wohltuend für das Gemüt, können die Haut jedoch enorm streichen. Wer unter Neurodermitis leidet, hat es deutlich schwerer. Die geröteten Stellen vermiesen vielen Betroffenen die Lust auf luftige Kleider und können noch dazu einen unangenehmen Juckreiz hervorrufen.
Bei Neurodermitis ist wie bei Rosazea ein umfangreicher Sonnenschutz notwendig, denn die UV-Strahlen reizen zusätzlich und verschlimmern die Symptome meist. Der unüberlegte Griff zu Cremes oder Lotionen sollte jedoch nicht erfolgen, denn auch hier sind wohltuende Inhaltsstoffe gefragt. Grundsätzlich gilt: Je heißer die Temperaturen, desto weniger Fettanteil sollte eine Sonnencreme bei Neurodermitis haben. Für den Sommer optimal sind deshalb Lotionen oder Cremes mit einem geringen Fettanteil.

Die richtige Hautpflege für heiße Tage

Neben den UV-B-Strahlen wird die Haut im Sommer auch durch das vermehrte Schwitzen gereizt. Wer schon unter rauen oder offenen Stellen leidet, sollte auf möglichst lockere Kleidung aus Naturfasern achten. Sie umspielt den Körper und lässt ausreichend Luft zum Atmen. Dadurch reduziert sich das Schwitzen. Eine fetthaltige Creme reduziert den notwendigen Wärmeaustausch bei heißen Temperaturen.

Die Folge sind häufig verstopfte Poren und ein erhöhtes Schwitzen. Wer dennoch auf fettige Cremes durch seine Neurodermitis nicht verzichten kann, sollte besonders weite und luftige Kleidung wählen. Eine regelmäßige sanfte Reinigung der Hautoberfläche, um die Poren von der fetthaltigen Schicht zu befreien, ist vor allem nach einem schwitzigen Tag ein Muss.

Nicht regelmäßig duschen!

Die Reinigung der Haut und der verstopften Poren ist auch bei Neurodermitis wichtig. Allerdings können regelmäßiges Duschen und Baden die Haut zusätzlich reizen und austrocknen. Im Sommer täglich zu duschen ist deshalb für Neurodermitiker nicht empfehlenswert. Stattdessen sollten die betroffenen Hautstellen vorsichtig mit einem feuchten weichen Lappen abgetupft werden.

Verzichten sollten Betroffene außerdem auf ausgiebiges Baden in den Sommermonaten. Maximal empfehlen Experten zweimal pro Woche ein Wannenbad, jedoch nicht zu heiß und zu ausgiebig. Um die Haut schonend zu reinigen, sind Zusatzstoffe mit Ölen und Tenside empfehlenswert. Wer unter einem stärkeren Juckreiz leidet, kann Zusatzstoffe mit Polidocanol verwenden, denn es wirkt schmerz- und juckreizlindernd.

So lange ist das Sonnenbad bei Neurodermitis erlaubt

Wie lange das Sonnenbad bedenkenlos möglich ist, hängt nicht nur von der Neurodermitis, sondern auch vom richtigen Lichtschutzfaktor des Pflegeproduktes ab. Der eigene Sonnenschutz der Haut kann variieren. Bei einem besonders hellen Hauttyp ist der Eigenschutz auf maximal zehn Minuten begrenzt. Dunklere Hauttypen haben einen Eigenschutz von etwa 20 Minuten. Damit Sonnenbrand und andere Hautschädigungen vermieden werden, ist ein zusätzlicher Schutz vor den gefährlichen UV-Strahlen notwendig.

Auch Neurodermitispatienten müssen darauf achten, denn ihre ohnehin empfindliche Haut ist besonders gefährdet. Wer die Sonne als wohltuend empfindet und keinen erneuten Schub riskiert, sollte sich vor dem Sonnenbaden eincremen und die angegebene Schutzzeit auf dem Produkt nicht überschreiten. Da Neurodermitiker viel lichtempfindlicher als andere Sonnenanbeter sind, muss der UV-Schutz sehr hoch sein und regelmäßig erneuert werden.

Das sollten Betroffene von Neurodermitis im Sommer meiden

Der richtige Sonnenschutz ist für Neurodermitispatienten nicht immer ausreichend. Trotz optimaler Pflege kann es im Sommer zu zusätzlichen Schüben kommen. Ursächlich dafür sind vor allem verstärkte Pollenflüge. Viele Betroffene leiden bei einem Pollenflug unter neuen Ausbrüchen und empfinden ihre Haut als noch empfindlicher. Diese Hypersensibilität verstärkt die UV-Empfindlichkeit, sodass die Haut noch intensiver reagiert. Wer eine photoaggravierte atopische Dermatitis beobachtet, sollte eine direkte Sonneneinstrahlung oder den Pollenflug meiden. Um herauszufinden, welche Pollen diese zusätzliche Reizung auslösen, hilft ein Test beim Arzt. Mit Kenntnis der allergieauslösenden Stoffe kann die individuelle Lebenssituation angepasst werden. Ein Spaziergang empfiehlt sich vor allem in den frühen Morgenstunden. Nicht nur die Luft ist herrlich klar und kühl, sondern der Pollenflug ist deutlich reduzierter als in den Abendstunden.

Nicht nur auf Sonnenschutz achten: Die richtige Basispflege ist für Neurodermitis-Betroffene besonders wichtig

Manchmal ist der Juckreiz kaum noch auszuhalten und viele Betroffene müssen auf Kortisonpräparate zurückgreifen. Mit der richtigen Hautpflege lässt sich das jedoch vermeiden. Dafür bestimmt der Arzt des Vertrauens zunächst den Hautzustand und stimmt die anzuwendenden Produkte darauf ab. Eine gute Basispflege hilft dabei, die Hautbarriere zu erhöhen oder im besten Fall erneut herzustellen. Harnstoffhaltige Pflegeprodukte helfen dabei, denn sie wirken antientzündlich. Die kleinen Hautschüppchen werden vorsichtig abgelöst und die Wasserbindungskapazität in der Haut erhöht. Durch die intakte Barriere können Allergene weniger leicht in die Haut eindringen und zu den typischen Rötungen oder juckenden Stellen führen.

Wer in einigen Regionen des Körpers besonders von Neurodermitis betroffen ist, erhält häufig spezielle Pflegeprodukte. Sind vor allem die Hände betroffen, werden Präparate mit Aluminiumhydroxychlorid verordnet. Dadurch bleibt der „klebende“ Effekt anderer Handcremes aus. Leiden Betroffene unter Neurodermitis in der Augenregion, haben die Präparate meist einen geringeren Fettanteil.

Mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag sollten im Sommer getrunken werden, um die Haut vor Dehydratation zu schützen.

Spezielle Ernährung im Sommer, um Neurodermitis besser im Griff zu haben

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist nicht nur für Neurodermitispatienten essenziell. Grundsätzlich sollte sich jeder unabhängig von der Jahreszeit mit allen benötigten Vitaminen und Mineralstoffen sowie ausreichend Flüssigkeit versorgen. Abhängig von der körperlichen Konstitution und dem Tagesablauf werden zwei bis drei Liter Flüssigkeit täglich empfohlen.

Bei der Beurteilung, was ihnen hilft, sind Betroffene auf ihre eigene Körperwahrnehmung angewiesen. Was tut im Sommer besonders gut und wann leidet der Körper unter einem Völlegefühl? Leichte Mahlzeiten und eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr unterstützen den Körper und helfen auch der Haut, sich zu entspannen. Sind Stoffwechsel und Verdauung bei Neurodermitispatienten im Einklang, können Giftstoffe leichter ausgeschieden werden. Sie belasten die ohnehin strapazierte Haut nicht zusätzlich und können zu einer Reduktion der Symptomatik führen. Häufig gelten vor allem Fisch, Kuhmilch, Eier oder Erdnüsse als Trigger für Neurodermitis. Sie konsequent vom Speiseplan zu streichen ist unabhängig von der Jahreszeit empfehlenswert.

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