layout img
layout img

Vitiligo Diagnostik

20.11.2016

Fotolia  vegeZur medizinischen Diagnostik in Bezug auf die verschiedenen Formen von Vitiligo können verschiedene diagnostische Verfahren eingesetzt werden.
Oftmals lässt sich die Vitiligo Erkrankung eines Betroffenen schon anhand der Ausprägung der Vitiligo mit bloßem Auge vom Facharzt erkennen. Trotzdem wird das sog. Wood-Licht zur Differentialdiagnose eingesetzt:
Das Wood-Licht beinhaltet ultraviolettes Licht, das aus einer Quecksilber-Hochdrucklampe im Wellenlängenbereich von 365nm strahlt und durch einen Nickel-Oxid-Filter gefiltert wird. Der diagnostische Einsatz des Wood-Lichtes ermöglicht, auch bei sehr heller Haut die hautbetroffenen Areale zu erkennen, da diese unter dem Wood-Licht in einer anderen Farbe erkennbar werden. Auf diese Weise wird deutlich, ob es sich beim Betroffenen um eine Vitiligo-Erkrankung handelt oder um eine andere Pigmentstörung. Gerade auch bei heller Haut wird mittels dieser Methode die wirkliche Ausbreitung der Erkrankung deutlich. Auch die Schleimhäute in Mund- und Genitalbereich werden in die Diagnostik miteinbezogen.
Die differentialdiagnostische Abgrenzung der Vitiligo-Formen gegenüber anderen Pigmentstörungen wird auch dadurch deutlich, dass bei Vitiligo eine Pigmentstörung vorliegt, die durch die beeinträchtigte Funktionstüchtigkeit der Melanozyten hervorgerufen wird.
Von Vitiligo betroffene Menschen zeigen z.T. auch Veränderungen in der Pigmentierung ihrer Netzhaut. Deshalb werden auch Diagnosen von Augenärzten miteinbezogen.
Des Weiteren wird auch ein Screening-Test zur Diagnose von Fehlfunktionen der Schilddrüse (Hormon TSH) herangezogen. Mittels des sog. TSH-Suchtests wird überprüft, in wieweit das TSH einer Fehlfunktion unterliegt. Auch Schilddrüsenantikörper und weitere Antikörper im Blut können in die Diagnostik miteinbezogen werden.
Im Anamnesegespräch ist es wichtig, in Erfahrung zu bringen, ob und in wieweit andere Familienangehörige des Betroffenen ebenfalls an Vitiligo leiden.
In die Diagnostik fließen ebenfalls Informationen über den Hauttyp des Betroffenen, seine ethnische Herkunft und sein Alter und die bisherige Dauer seiner Vitiligo-Erkrankung mit ein.
Zur differentialdiagnostischen Abgrenzung ist es wichtig, auch andere Autoimmunerkrankungen beim Betroffenen abzuklären.
Zum Teil werden auch Hautbiopsien (Gewebeprobe) eingesetzt.

Quelle: Dt. Vitiligo Verein e.V.
Mitglieder des DVV können im passwortgeschützten Mitgliederbereich der Vereins-Website über 100 solche und ähnliche Informationen einsehen.





Seite weiterempfehlen