Die Redaktion „Filius. Branchenbuch für Eltern“ hat Dr. med. Bernd Kardorff, Mönchengladbach, zu Fragen rund um Neurodermitis bei Kindern interviewt. Wie viele Kinder sind von Neurodermitis betroffen? An einer Neurodermitis (= atopische Dermatitis, Atopisches Ekzem, endogenes Ekzem, konstitutionelles Ekzem) sind in Europa bis... ... MEHR
Verlauf der Neurodermitis im Säuglings- und...
Wissenschaftler der Abteilung Medizinische Psychologie der Universität Gießen erforschen gemeinsam mit der DRK-Kinderklinik sowohl in Siegen und in Gießen die Bedingungen unterschiedlicher Verläufe der Neurodermitis im Säuglings- und Kleinkindalter. Die Haut ist gerötet, kleine Pusteln sprießen auf, die Haut schuppt, es bilden sich... ... MEHR
Mit proaktiver Therapie Ekzemschübe bei...
Bei einer atopischen Dermatitis erscheint die Haut zwischen zwei akuten Ekzemschüben auf den ersten Blick intakt zu sein, tatsächlich aber zeigt sie eine anhaltende subklinische Entzündung, die den Boden für die folgende Exazerbation bereitet. Dies ist die Rationale für die proaktive Therapie mit topischem Tacrolimus bei Patienten... ... MEHR
Allergologische Diagnostik bei Kindern
In vielen westlichen Ländern wird über einen erheblichen Anstieg von sog. atopischen Erkrankungen berichtet. So leiden derzeit etwa zehn Prozent aller Kinder an atopischen Ekzemen und/oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, sechs bis acht Prozent der Kleinkinder entwickeln obstruktive Bronchitiden und etwa sechs Prozent aller Schulkinder leiden... ... MEHR
Phytotherapie bei Neurodermitis
Unter Phytotherapie versteht man die Behandlung mit frischen oder verarbeiteten Pflanzen. Hierzu zählen neben den naturbelassenen Pflanzen auch Auszüge jeglicher Art, jedoch nicht chemisch veränderte Produkte. Die Pflanzenmedizin ist eine uralte Heilweise, vielleicht sogar die älteste Behandlungsmethode der Menschheit. Bis in das 19.... ... MEHR
Besonders im Kindesalter wird das Auftreten von trockenen, schuppenden, rissigen Hautveränderungen im Bereich der vorderen Fußsohle mit Übergang auf die Unterseite der Zehen als ein Zeichen der Neurodermitis angesehen. Die Ursache liegt in der erhöhten Durchlässigkeit der Hornschicht der Haut für sämtliche Stoffe wie z. B. Nickel oder... ... MEHR
Die Spezifische Immun-Therapie (SIT)
Die spezifische Immuntherapie (SIT) ist die einzige ursächlich wirksame Therapie gegen Heuschnupfen. Gleichzeitig kann sie einem so genannten „Etagenwechsel“ zum allergischen Asthma vorbeugen. Üblicherweise erfolgt eine SIT über drei Jahre. Der Arzt spritzt die Allergene in regelmäßigen Abständen unter die Haut. Das... ... MEHR
UV-Therapie wird aufgrund des damit verknüpften erhöhten Risikos einer Entstehung von Hauttumoren erst ab dem 16. Lebensjahr empfohlen... ... MEHR
Orale antientzündliche Therapie
Nur in sehr schweren Fällen einer Neurodermitis wird der behandelnde Arzt im Kindesalter eine antientzündliche Therapie in Tablettenform einleiten. Hierfür steht für die Kurzzeittherapie im akuten Schub Kortison zur Verfügung. In Ausnahmefällen wird auch Ciclosporin für maximal ein halbes Jahr eingesetzt, ein aus der... ... MEHR
Seit 2003 sind in Deutschland sog. Calcineurininhibitoren mit den Wirkstoffen Tacrolimus und Pimecrolimus zugelassen. Diese Wirkstoffe wurden in der Transplantationsmedizin entdeckt. Sie hemmen gezielt die Aktivierung von Entzündungszellen, mit dem Vorteil gegenüber Kortison, dass die Gefahr der Hautverdünnung bei längerer Anwendung nicht... ... MEHR
Kortison wirkt stark antientzündlich und juckreizstillend. Kortisoncremes kommen nur bei ausgeprägter Hautentzündung im akuten Schub zur Anwendung. Die Anwendung muss vom verordneten Arzt genau erklärt werden, da es bei falscher Anwendung zu Nebenwirkungen wie Verdünnung der Haut, vermehrte Behaarung, Aufnahme in den Blutkreislauf,... ... MEHR
Wie oben beschrieben, kann als Komplikation einer Neurodermitis eine bakterielle Infektion der Haut auftreten. Bei geringer Ausprägung kann der behandelnde Arzt eine Triclosanhaltige Creme verordnen. Triclosan ist eine antimikrobiell wirkende Substanz, die im Säuglingsalter als 1%ige Creme, später als 2%ige Creme Einsatz findet. Sie kann... ... MEHR
Ammoniumbituminsulfonat (Leukichthol)
Leukichthol ist ein Produkt das aus Schieferöl hergestellt wird und ähnlich wie Teere eine antientzündliche Wirkung hat. Cremes mit diesem Inhaltsstoff werden vor allem zur Nachbehandlung von abklingenden Ekzemen oder bei geringer Ausprägung der Erkrankung verwendet. Nachteil ist der starke Geruch der Substanz... ... MEHR
Pflanzliche (zum Beispiel Eichenrinde, Hamamelis, Schwarztee) und synthetische (zum Beispiel Tannine) Gerbstoffe haben eine leichte antientzündliche Wirkung die bei nur schwacher Ausprägung der Ekzeme genutzt werden kann. Zur Anwendung kommen kühlende Umschläge oder auch gerbstoffhaltige Cremes aus der Apotheke... ... MEHR
Zur Häufigkeit der Anwendung von Pflegepräparaten gilt die Grundregel: Zweimal pro Tag plus nach jeder großen Wasseranwendung. Zur Hautreinigung ist noch anzumerken, dass das bei uns u.bliche, tägliche Duschen oder Baden eine hohe Belastung der Haut darstellt und weder aus hygienischer Sicht noch aus Reinlichkeitsgesichtspunkten notwendig... ... MEHR
Auswahlkriterien für das richtige...
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Substanzklassen sind zu groß, um sie unkritisch bei allen möglichen Hauterkrankungen anzuwenden. Um die richtige Substanz unter den richtigen Bedingungen anzuwenden und somit die Hautpflege zu optimieren, bedarf es bestimmter Auswahlkriterien. Hierzu ist in der Praxis am sinnvollsten zwischen... ... MEHR
Eine gute Strategie gegen Juckreiz stellt Kühlung dar, beispielsweise durch Auftragen einer gekühlten Creme oder kühler Umschläge, für die sich auch Schwarztee eignet. Zusätzlich können Cremes, die ein lokales Betäubungsmittel (Polidocanol) enthalten, ausprobiert werden. In Ausnahmefällen kann der behandelnde Arzt gegen den Juckreiz... ... MEHR
Da allen Neurodermitikern eine sehr trockene und bei Schüben nässende Haut zu eigen ist, diese noch durch die ständigen Hautreizungen und Juckreizattacken rissig ist und keine ausreichende Barrierefunktion mehr hat, spielt die basistherapeutische Hautpflege die entscheidende Rolle. Die Haut des Kindes muss somit intensiv und regelmäßig... ... MEHR
Die Schulmedizin favorisiert im allgemeinen Verfahren, deren Wirksamkeit zuvor in aufwendigen (zum Beispiel Doppelblindstudien) klinischen Verfahren geprüft wurden (evidence based medicine). Hier haben der Patient und der Behandler den Vorteil, dass man sich auf aufwendig ermittelte Testergebnisse berufen kann. Da Neurodermitis in der Regel... ... MEHR
