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Neues zur Neurodermitis-Therapie

18.07.2017

Fotos: UKEMehr als 100 Patienten, Angehörige und Interessierte nahmen am Informationsabend des Neurodermitis-Zentrums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf  (UKE) teil, der am 15.06.2017 zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Deutschen Neurodermitis Bund e.V. (DNB) und der Stiftung Bundesvereinigung Haut durchgeführt wurde.

Trotz strahlenden Sonnenscheins wurden bereits am frühen Abend die zahlreichen Informationsstände von den Teilnehmern in Augenschein genommen, bevor die Veranstaltung dann mit einem Grußwort und einer kurzen Übersicht zu den Aktivitäten der Stiftung Bundesvereinigung Haut, vorgetragen von Frau Christine Schüller, eröffnet wurde.

Während der drei folgenden Beiträge wurden alle Aspekte zur Ausprägung, den Therapieformen und der Versorgung der Neurodermitis in Deutschland beleuchtet sowie bewährte und innovative Behandlungsansätze vorgestellt.  Frau Dr. Nora Kressel (Assistenzärztin am Neurodermitis-Zentrum) erläuterte die klinischen Ausprägungsformen und zeigte, dass auch Minimalformen von besonderer Bedeutung für die Betroffenen sein können. Es wurde deutlich, dass jeder Patient seine „eigene“ Neurodermitis entwickelt und diese sowohl in der Schwere als auch im Vorhandensein von Begleiterkrankungen, wie dem Asthma bronchiale und der Allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) sehr unterschiedlich sein kann.

Im Anschluss daran erläuterte Frau Dr. Ute Siemann-Harms (Oberärztin der Hautklinik des UKE) die unterschiedlichen Therapieformen mit Schwerpunkten in der äußerlichen Therapie. Wertvolle Hinweise zur Hautreinigung, zu den unterschiedlichen Grundlagen und Pflegestoffen sowie zur Hautpflege wurden gegeben. Sie machte hierbei immer wieder deutlich, dass eine Hautpflege nur so gut ist, wie sie auch tatsächlich angewendet wird und dass hier insbesondere auch die Bedürfnisse des Patienten sowie die Nachhaltigkeit in der Anwendung eine besondere Rolle spielen.

Fotos: UKE - Priv.-Doz Dr. med. Marc RadtkeIm dritten Teil zeigte PD Dr. Marc Radtke, leitender Oberarzt am Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie (UKE) welche zukünftigen Neuentwicklungen in der Versorgung der Neurodermitis zu erwarten sind und hob besonders eine neue Generation von Therapien, die Biologics, hervor. Es handelt sich hierbei um Antikörper, die die Wirkung entzündungsfördernder Botenstoffe drosseln und damit die Krankheitsaktivität bedeutend reduzieren.
Ein Präparat steht kurz vor der Zulassung und die Ergebnisse der klinischen Studie sind vielversprechend. Weiterhin wurden alle innerlichen Therapieformen vorgestellt und den Besuchern an klinischen Beispielen erläutert, worauf der Patient in seinem unmittelbaren Umfeld noch zusätzlich achten kann, um die Krankheitsaktivität der Neurodermitis günstig zu beeinflussen.

Im Anschluss an die Beiträge  hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, bei einem Imbiss persönliche Fragen an die Referenten zu stellen und sich auch miteinander auszutauschen. Die Resonanz der Teilnehmer war sehr positiv, so dass sich die Veranstalter entschlossen haben, bereits im kommenden Jahr einen erneuten Informationsabend anzubieten.





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