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Ganzheitliche Neurodermitis-Sprechstunde

01.08.2010
Kaum ein Krankheitsbild ist so facettenreich, wie das der Neurodermitis. Hinsichtlich der unterschiedlichen Ausprägungsformen, der individuellen Schub- und Provoka-tionsfaktoren bis hin zum breitgefächerten Therapiespektrum fällt es Fachleuten und Betroffenen mitunter schwer, die optimale Therapie zu ermitteln.

Gesetzliche Rahmenbedingungen erschweren es darüber hinaus, dem Dermato-logen und dem Hausarzt vor Ort sowohl geeignete Therapiemaßnahmen, als auch bewährte Rezepturen zu verordnen, da diese nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse vorgesehen sind. 

Schul- und Alternativmedizin 
In leichten und mittelschweren Fällen von Neurodermitis bringen alternative Therapieverfahren bereits gute Behandlungserfolge. Bei schwer ausgeprägter Neurodermitis jedoch sollten sich Schul- und Alternativmedizin auf Wunsch und zum Wohle des Betroffenen ergänzen. So gilt es, zum Beispiel in der Naturheilkunde anzuerkennen, dass Cortison durchaus seine Berechtigung hat und vor allem bei schwerer Neurodermitis in den Akutphasen eingesetzt werden muss. 
Eine wichtige Aufgabe des Schulmediziners ist es, die optimale Dosierung festzulegen, um dem Patienten auf lange Sicht hin, keinen Schaden zuzufügen. Auch besitzt die Schulmedizin sehr gute diagnostische Möglichkeiten, die unbedingt genutzt werden sollten, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten. Schließlich ist der Schulmedizin die Erkenntnis zu verdanken, dass Neurodermitis keine „rein psychische“ Erkrankung ist, wie es gerade in den 70ern und 80ern des letzten Jahrhunderts noch weitläufig geglaubt wurde. Deshalb ist man in Fachkreisen auch dazu übergegangen, nicht mehr von Neurodermitis, sondern vom sogenannten „Atopischen Ekzem“ zu sprechen.

Prävention
Ein wichtiger Grundpfeiler in der Behandlung der Neurodermitis ist die Prävention, beziehungsweise Vorsorge. Dazu zählt zum Beispiel das Meiden und Reduzieren auslösender Faktoren (Tierhaare, Hausstaub, Nahrungsmittel...), das lange ausschließliche Stillen von Neugeborenen und eine allgemein gesund-heitsförderliche Lebensführung (rauchfrei, vitamin- und nährstoffreiche Kost, „psychologische Hygiene“...).

Traditionelle Chinesische Medizin
Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin ist Gesundheit abhängig vom freien Fluss der Lebensenergie „Chi“. Das Chi durchströmt den gesamten Organismus in vorgegebenen Kanälen (Energieleitbahnen), den sogenannten Meridianen. Jedem Organ sind bestimmte Organe, Eigenschaften und Emotionen zugeordnet. Die Haut wird aus Sicht der chinesischen Medizin, dem „Element Metall“ und den Organen „Lunge/ Dickdarm“ zugeordnet. Auch der westlichen Medizin ist bekannt, dass Neurodermitis im Kindesalter bei Erwachsenen zum "Asthma bronchiale" umschlagen kann und eine Fehlbesiedlung des Darms, die Ausprägung von Nahrungsmittelallergien begünstigt.


Gesundheit = Yin und Yang im Gleichgewicht
Yin und Yang sind zwei polare (d.h. entgegengesetzte) Kräfte, die aufeinander angewiesen sind und für sich allein nicht existieren könnten. Sie stehen in ständiger Wechselwirkung miteinander, so wie Tag und Nacht, Mann und Frau, Himmel und Erde und begrenzen auch einander. Gemeinsam bilden Yin und Yang eine Einheit (Monade). Dabei weist jeder Yin-Anteil einen Yang-Aspekt auf und jeder Yang-Anteil einen Aspekt des Yins auf. Auch der menschliche Organismus und sein Energie-system teilen sich in Yin und Yang auf. Es gibt sechs Yin- und sechs Yang-Meridiane, die den Energiekreislauf und die Verteilung der Lebensenergie im Körper steuern. Wenn unser Körper optimal mit Energie ( Ernährung, Licht, Magnetfeld, Bewegung ...) versorgt ist und diese ungehindert fließen kann, fühlen wir uns fit, leistungsfähig und gesund. Unser Selbstheilungs- und Abwehrkräfte sind dann zu 100 Prozent aktiv und uns(ere Haut) kann dann nichts "kratzen".

Krankheit = Energieflussstörung
Krankheit ist aus Sicht der TCM eine „Energieflussstörung“ und setzt Blockaden in unserem Energiesystem. Wenn wir uns die Lebensenergie wie Wasser in einem Bach vorstellen, bedeutet dies, das Steinbrocken, die in den Bach geworfen werden, den freien Fluss des Wasser behindern, beziehungsweise blockieren können. Auf der einen Seite des Baches wird das Wasser gestaut (Fülle), auf der anderen Seite des Baches ist dann zu wenig Wasser (Leere) vorhanden. Im menschlichen Energie-system setzen häufig Allergene, Umwelttoxine, Elektosmok, Medikamente, Erreger (Pilze) und Schwermetalle (Amalgam) solche Blockaden. Dann zeigen sich Symptome der Fülle (Entzündung) aber auch der Leere (Erschöpfung), so wie es bei der Neurodermitis der Fall ist.

Akupunktur und Akupressur
Akupunkturpunkte sind „Schaltstellen“ im Energiesystem. Ist der Energiefluss blockiert, werden traditionell Nadeln in die Akupunkturpunkte gestochen, um den Fluss der Lebensenergie wieder ins richtige Fliesgleichgewicht zu bringen. Bei der Akupressur, werden die Punkte gehalten anstatt gestochen, weshalb diese Methode besonders für empfindliche Personen oder auch Kinder geeignet ist. In modernen westlichen Praxen wird mittlerweile häufig auch die Laserakupunktur eingesetzt, welche in der Regel schmerzlos ist und zusätzlich mit verschiedenen Frequenzen des Lichtes arbeitet.

Kinesiologie = funktionelle Diagnose
Die Angewandte Kinesiologie ( „Lehre von der Bewegung“) geht auf den Chiropraktiker Dr. George Goodhearth zurück. Sie verbindet westliche Medizin mit der traditionellen chinesischen Medizin und dient der funktionellen Diagnose des menschlichen Energiesystems. Dr. Goodhearth verwendete das standardisierte Muskeltestverfahren von Kendall und Kendall und stellte dabei fest, dass Muskeln auf bestimmte Reize reproduzierbar gestärkt oder geschwächt werden können. Da jeder Muskel in Verbindung mit einer Energieleitbahn steht, weisen „starke“ und „schwache“ Muskeltestreaktionen auf Über- und Unterenergien im Energiesystem hin. In vielen (zahn)ärztlichen und naturheilkundlichen Praxen wird heute auch der sogenannte „Indikatormuskeltest“ angewendet. Hierbei verwendet der Tester einen einzigen „Stellvertretermuskel“, um Informationen aus dem Energiesystem abzurufen. Die Qualität des Testergebnisses ist dabei entscheidend abhängig von der Qualität des Testers. Leider wird der Muskeltest von vielen Laienanwendern fehlerhaft angewendet, weshalb der Muskeltest keine allgemeine Anerkennung besitzt.

Ganzheitliche Neurodermitis-Sprechstunde
Die „Ganzheitliche Neurodermitis-Sprechstunde“ richtet sich an Betroffene und ihre Familien, die Eigenverantwortung für sich und „ihre Haut“ übernehmen wollen. Weder Schulmedizin noch Naturheilkunde sollen polarisiert, sondern der für den Einzelnen effektivste Weg, gefunden werden. Mit Hilfe des Muskeltest als Feedback-Instrument des Körpers können funktionelle, emotionale, stoffwechsel- und strukturell bedingte Blockaden getestet werden, die nach schulmedizinischen Diagnosekriterien nicht berücksichtigt werden können. Ergänzend zur Behandlung vom Dermatologen und Hausarzt kommen energetische Behandlungsverfahren ( Farblichttherapie, pulsierende Magnetfeldtherapie, Softlaserakupunktur...), Ausleitungsverfahren und energetisch, psychologische Methoden, etwa Klopfakupressur (EFT) zum Einsatz. Säuglinge und Kleinkinder können ebenfalls über eine erwachsene Person getestet werden.

Die Ganzheitliche Neurodermitis-Sprechstunde ist ein Angebot der Naturheil-Praxis Sonja Kohn.

Vita:
Sonja Kohn, Heilpraktikerin, Jahrgang 1973, eigene Praxis in Sehnde seit 2001 Mitglied im Deutschen Neurodermitis Bund e.V.
„Als Betroffene einer genetisch schwer ausgeprägten Neurodermitis habe ich gelernt, das Beste aus Schul- und Alternativmedizin für mich zu nutzen! Neurodermitis ist für viele eine schwere, maßgeblich einschränkende Erkrankung. Ich möchte anderen Neurodermitikern Mut machen, bewährte Therapien mit komplementären Behandlungsverfahren zu ergänzen. Jeder steckt in seiner eigenen Haut, sein Leben lang, was Grund genug ist, neue Wege zu gehen.“



Anschrift der Verfasserin
Sonja Kohn
Heilpraktikerin
Peiner Str. 29
31319 Sehnde














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