Stiftung für eine bessere Zukunft hautkranker Kinder gegründet

02.04.2011 Neurodermitis, Akne, Schuppenflechte: In Deutschland müssen mehrere hunderttausend Kinder und Jugendliche mit einer Hautkrankheit leben – doch ihre medizinische und soziale Betreuung ist denkbar schlecht.

Trotz der hohen Verbreitung und den oft schwerwiegenden Folgen kinderdermatologischer Erkrankungen finden diese zu wenig Beachtung in der medizinischen Praxis und an Hochschulen. Die Deutsche Stiftung Kinderdermatologie (DSK) möchte in Kooperation mit dermatologischen und pädiatrischen Fachgesellschaften die gesundheitliche Versorgung hautkranker Kinder in Deutschland nachhaltig verbessern. Gegründet wurde die Stiftung letzten Dezember von der Hautärztin Dr. Nicole Brandl unter der Schirmherrschaft von Professor Johannes Ring, Klinikdirektor der Universitätshautklinik der Technischen Universität München.

Die DSK, eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in München,
fühlt sich im Wesentlichen zwei Stiftungszwecken verpflichtet: hautkranke Kinder und Jugendliche zu unterstützen und deren gesundheitliche Versorgung zu verbessern sowie Wissenschaft, Forschung, Bildung und Hochschullehre zu fördern. Sie versteht sich zudem als Impulsgeber für bürgerschaftliches Engagement. Für einen hohen Wiedererkennungswert sorgt das Maskottchen der DSK: ein kindgerecht illustrierter Elefant – der sprichwörtliche Dickhäuter mit der sensiblen Haut.

Mehr Zuwendung für Betroffene

Um ein gutes Krankheitsmanagement durch die Betroffenen zu erreichen und damit den Leidensdruck und die Gefahr von Folgekrankheiten zu verringern, entwickelt die DSK Informations- und Schulungsangebote. In der Öffentlichkeit sorgt die Stiftung durch Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und die Ausstattung von Schulen mit Lehrmaterialien für eine größtmögliche Sensibilität und Aufmerksamkeit für das Thema Kinderhaut und wirbt für Verständnis und Solidarität mit hauterkrankten Kindern und Jugendlichen. Bedürftigen Eltern und deren Kindern hilft die Stiftung zudem durch die Kostenübernahme von präventiven Maßnahmen und Behandlungen. Auch die Unterstützung medizinischer Einrichtungen wie etwa der Auf- und Ausbau von Spezialabteilungen in Hautkliniken genießt hohe Priorität.

Forschung stärken

Die Förderung der Grundlagenforschung wie auch der klinischen Forschung und Lehre an den Hochschulen ist ein weiterer Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. Um die Kinderdermatologie zu etablieren, werden Forschungsaufträge und Stipendien vergeben sowie hervorragende Leistungen auf diesem Gebiet jährlich durch den Dr.-Nicole-Brandl-Preis gewürdigt. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Fachgesellschaften führt die Stiftung zudem Kongresse, Kolloquien oder Seminare durch.
 
Gemeinsam helfen – Möglichkeiten des Engagements

Es bestehen vielfältige Möglichkeiten, die Aktivitäten der Deutschen Stiftung Kinderdermatologie zu unterstützen – als Freund, Sponsor, Spender oder Botschafter.
Freunde der Stiftung können als „Zeitspender“ ehrenamtlich tätig werden, etwa im Rahmen von Aufklärungskampagnen in Schulen und Öffentlichkeit und bei der Errichtung medizinischer Einrichtungen. Zudem können sie die Arbeit der Stiftung über „Social Networking Tools“ wie YouTube, Facebook und Twitter unterstützen.
Spender und Sponsoren sind dazu aufgerufen, sich in Form einer Soforthilfe und Zustiftung zum Stiftungsvermögen, oder durch kontinuierliche Zuwendung zu engagieren. Alle Spenden fließen ohne Abzug von Verwaltungskosten direkt in die Stiftungsarbeit.
Prominente und Künstler können als Botschafter die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen, eigene Kunstwerke spenden oder sich an kulturellen Veranstaltungen beteiligen: Kunstausstellungen mit Auktionen, Theater-und Konzertaufführungen bilden eine wichtige Säule der Stiftungsarbeit und gewährleisten, dass die Kinderdermatologie ihre Wahrnehmung im öffentlichen Bewusstsein stärken und nachhaltig verankern kann. Als ersten Botschafter konnte die DSK den Schauspieler und Autor Sky du Mont gewinnen.


Gremien und Köpfe der Deutschen Stiftung Kinderdermatologie

Die Arbeit der Stiftung wird durch zahlreiche Experten sowie dermatologische und pädiatrische Fachgesellschaften unterstützt:

Schirmherr
• Professor Dr. Dr. Johannes Ring, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, Vorsitzender der Deutschen Akademie für Allergologie und Umweltmedizin (DAAU) und Beirat des Deutschen Allergie- und Asthmabunds e.V. (DAAB) sowie des Deutschen Neurodermitis Bunds e.V. (DNB)

Vorstand
• Vorsitzende und Stiftungsgründerin Dr. Nicole Brandl, Hautärztin in München
• Dr. Michael Huesmann, Geschäftsführer und Mitbegründer der DSK, Oberarzt an der Hautklinik Salus Gesundheitszentrum in Bad Reichenhall

Das Kuratorium berät den Vorstand in allen wichtigen Fragen und unterstützt ihn bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Dem Kuratorium gehören an:
• Professor Dr. Regina Fölster-Holst, Oberärztin an der Universitätshautklinik Kiel, 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Dermatologie
• Professor Dr. Peter Höger, Chefarzt des Katholischen Kinderkrankenhauses Wilhelmstift in Hamburg, Sekretär der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Dermatologie
 
Wissenschaftlicher Beirat
 
• Professor Dr. Dietrich Abeck, Hautarzt in München und 2. Vorsitzender des Netzwerks interdisziplinäre pädiatrische Dermatologie e.V. (NipD)
• Privatdozent Dr. Markus Braun-Falco, Oberarzt an der Universitätshautklinik der LMU München
• Professor Dr. Henning Hamm, Schatzmeister der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Dermatologie, Oberarzt an der Universitätshautklinik Würzburg
• Privatdozent Dr. Thomas Jansen, Oberarzt an der Universitätshautklinik Essen
• Privatdozent Dr. Christina Schnopp, Beisitzerin der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Dermatologie, Universitätshautklinik der TU München
• Professor Dr. Gottfried Wozel, Klinikdirektor der Universitätshautklinik Dresden

Preisvergabekomitee des Dr.-Nicole-Brandl-Preises:
• Professor Dr. Dr. Thomas Luger, Klinikdirektor der Universitätshautklinik Münster, Präsident der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Professor Dr. Hansjörg Cremer, 1. Vorsitzender des Netzwerks interdisziplinäre pädiatrische


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