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Chronisch entzündete Wunden

26.10.2021

istock Oleg ElkovBetroffene mit Dekubiti (Druckstellen und Entzündungen nach längerer Bettlägerigkeit), diabetischem Fuß und venösen Beingeschwüren sollten immer ein Auge auf Ihre Wunden haben. Ärzte bemängeln, dass immer wieder, trotz feuchter Wundverbände, die Heilung von Wunden fehlschlägt, weil die notwendige Wundversorgung und Auffrischung unterlassen oder eine Infektion übersehen werde.
Beobachten Sie sorgfältig Ihre Wunden. Gerade chronische Wunden mit einem feuchten Wundverband sind oft schmierig oder zeigen keine Heilung über längere Zeit. Oft fehlen die typischen Infektionszeichen wie Rötung und Überwärmung. Zeigt sich ein vermehrter Wundbelag und eitrige Flüssigkeit mit üblem Geruch, sollten Sie einen Fachmann befragen. Zunehmende Schmerzen im Wundbereich geben Hinweise auf eine mikrobielle Besiedelung. Der Erregernachweis kann schwierig sein; ein Abstrich bringt wenig, erst durch Gewebeuntersuchungen lassen sich auch in der Tiefe aktive Erreger aufspüren.
Als bakterien- und pilztötende wirksame und gut verträgliche Substanz hat sich Silber bewährt. In der Wundauflage entfaltet dieses Edelmetall gegen alle Arten von Erregern seine Wirkung. Gegen Silber gibt es meist keine Resistenzentwicklung.
Die Heilung der Wunde wird durch Silber keineswegs verzögert, sondern im Gegenteil eher gefördert. Bei einer Reinigung und einem neuen Verband ist die gründliche Händedesinfektion die beste Methode, Keimübertragungen zu vermeiden. Im Zweifel sollte immer der Arzt oder notfalls eine Spezialambulanz aufgesucht werden, so könnten viele schmerzvolle Operationen oder gar Amputationen verhindert werden.

(sm) ÄP Dermatologie Allergologie





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