Hauttypen nach Ayurveda

06.05.2012 Trockene, fettige oder schlecht durchblutete Haut ist nach der indischen Lehre vom langen Leben, Ayurveda, ein Anzeichen für eine Störung der Konstitution. Im Ayurveda werden 3 Grundtypen der Konstitution unterschieden Was steckt dahinter und hilft es bei der Hautpflege morgens im Bad?

Pitta, Vata oder Kapha stehen nach der indischen Lehre für die Elemente Feuer, Luft und Erde. Wie zeigt sich Feuer auf der Haut? Oder was ist bei „Luftmenschen“ anders? Die Kenntnis der eigenen Konstitution (Dosha) kann für eine typgerechte Kosmetik wichtig sein. Nach der Ayurvedalehre ist die Haut gesund, wenn die Doshas im Gleichgewicht sind und die Haut alle Nährstoffe bekommt, die sie braucht.

- Menschen mit einer gesunden Pitta-Konstitution haben eine leicht rötliche Haut. Die Haut ist meist warm und neigt zu Sommersprossen. Die Haut ist besonders empfindlich gegen Sonne, Allergene und zu viel fetthaltige Creme.
- Vatahaut ist zart, feinporig und trocken. Die Haut ist kühl, rau und neigt zu Rissen. Sie ist empfindlich gegen Kälte, trockene Luft und feuchtigkeitsarme Kosmetik.
- Kaphahaut ist straff, weich und eher fettig. Die Haut fühlt sich eher kalt an, sie verträgt Sonne gut und ist sehr widerstandsfähig. Im Ungleichgewicht kommt es zu unreiner Haut mit Pusteln, Pickeln und Zysten.

Schönheit kommt von innen, dieser Leitsatz gilt im Ayurveda seit Tausenden von Jahren. Demnach  ist der Schlüssel für die äußere Schönheit in den tiefen Gewebsschichten zu suchen. Das „Rasa- und Rakta-Gewebe“ (Plasma und Blut) versorgt die Haut mit allen Nährstoffen. Fehlende Spannkraft, trockene Haut und schuppige Haut haben ihren Ursprung in einem ungesunden „Rasagewebe“. Deshalb zählen in der ayurvedischen Kosmetik Ernährungsempfehlungen, spezielle Behandlungsformen und individuelle Ölmischungen zur Basisausstattung. Der tägliche Speiseplan ist entscheidend für die Beschaffenheit der Haut. Bei längeren hautschädigenden Ernährungsformen wird zu Entgiftungskuren und speziellen Massagen geraten.

Chronische Hauterkrankungen können mit der ayurvedischen Medizin therapiert werden. Entscheidend für die Behandlung ist die Konstitutionsbestimmung. In Ayurvedakliniken gehört die gründliche Diagnose unter Beachtung vom Lebensstil, Ernährungsgewohnheiten und Hautzustand zur Aufnahme. Spezialisierte Ärzte kombinieren reinigende und ausleitende Therapien.


Informationen zu Ayurvedatherapeuten:

www.ayurveda-verband.eu
www.ayurveda-klinik.de/hauterkrankungen.html

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Autorin: www.susanne-miesera.de



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